Suche nach Vermissten in Görlitz geht weiter

Haus in Görlitz eingestürzt
© Paul Glaser/dpa

Hauseinsturz

Görlitz (dpa) - Die Suche nach drei Vermissten nach dem Einsturz eines Gründerzeithauses im sächsischen Görlitz läuft weiter. Der Tagesanbruch erleichtere die Suche etwas, sagte Polizeisprecherin Anja Leuschner. So müsse das Technische Hilfswerk die Trümmer weniger ausleuchten. Gesucht würden drei Erwachsene. 

Weitere Details zu den Vermissten, die sich möglicherweise zum Zeitpunkt des Einsturzes im Gebäude befanden, nannte Leuschner nicht. Das Haus war am frühen Montagabend eingestürzt. Als eine mögliche Ursache für den Einsturz vermutete die Polizei eine Gasexplosion. Bisher konnte jedoch nicht abschließend geklärt werden, warum das Gebäude einstürzte. 

«Sie hatten Glück, dass sie noch nicht da waren» 

Die Helfer müssten nach wie vor vorsichtig vorgehen: Noch immer trete Gas aus. Das entsprechende Leck liege unterhalb der Trümmer und können aktuell technisch nicht behoben werden. «Wir haben ständig Messgeräte im Einsatz», sagte Leuschner mit Blick auf die Gaskonzentration in der Luft. Eine erneute Explosion sei aber nicht zu erwarten. Die Suche müsse auch deshalb mit viel Vorsicht durchgeführt werden, um mögliche Hohlräume in den Trümmern nicht zu zerstören, so Leuschner.

Zwei der ursprünglich fünf Vermissten waren kurz nach Mitternacht aufgetaucht. Die Feriengäste seien noch auf der Anreise gewesen. «Sie hatten das Glück, dass sie noch nicht da waren», so Leuschner.

Weiträumige Absperrungen

Nach dem Zusammensturz des Gebäudes in der James-von-Moltke-Straße unweit des Görlitzer Bahnhofs war die Unfallstelle zunächst weiträumig evakuiert und abgesperrt worden. In dem eingestürzten Haus befanden sich nach Angaben der Polizei Miet- und Ferienwohnungen.

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