Siebenjähriges Mädchen und 18-Jähriger sterben bei Busunfall
Veröffentlicht: Freitag, 06.11.2026 19:33

Ostfrankreich
Lent (dpa) - Bei dem Unfall mit einem Überlandbus in Ostfrankreich sind ein sieben Jahre altes Mädchen und ein 18-jähriger Jugendlicher ums Leben gekommen. Zudem seien vier Menschen schwer verletzt worden, teilte die zuständige Staatsanwältin mit. Zwei von ihnen befanden sich ihr zufolge am Abend noch in Lebensgefahr. Zudem habe es 25 Leichtverletzte gegeben. Der Bus war am Morgen in Lent, etwa 50 Kilometer nordöstlich der Großstadt Lyon, von der Straße abgekommen, rammte den Angaben nach mehrere Bäume und landete schließlich im Straßengraben.
Unter den Verletzten befinde sich auch der Busfahrer, sagte Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot am Unfallort. Er kam demnach in eine Klinik. Laut Staatsanwaltschaft wurde er dort in Polizeigewahrsam genommen. Nach seinen ersten Angaben soll er am Steuer eingenickt sein, teilte die Staatsanwältin mit. «Als er wieder aufwachte, befand er sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite», sagte sie bei einer Pressekonferenz.
Auch Schulkinder im Bus
Die ersten Alkohol- und Drogentests waren demnach negativ. Es sei eine Untersuchung wegen des Verdachts auf Tötung und Körperverletzung im Straßenverkehr eingeleitet worden, so die Staatsanwältin. Der 26-Jährige habe angegeben, sehr früh am Morgen losgefahren und bereits eine Tour gefahren zu sein. Die Ermittlungen dazu würden laufen.
In dem Bus befanden sich laut Verkehrsminister und Staatsanwältin 49 Personen, darunter Schulkinder. Insgesamt waren 23 Minderjährige an Bord. Der Bus habe sich in einem guten Zustand befunden und habe alle Kontrollen absolviert, hieß es vom Verkehrsminister. Seit 2024 sei das betroffene Busunternehmen 106 Mal kontrolliert worden.
Kontrollen nach Unfall im vergangenen Jahr verschärft
Mehr als 100 Feuerwehrleute und 50 Gendarmen waren im Einsatz. Die Straße wurde rund um die Unfallstelle gesperrt. Das Rathaus öffnete einen Gemeindesaal, um Betroffene und Angehörige zu betreuen. Präsident Emmanuel Macron schrieb auf X, es sei ein schrecklicher Autounfall. Seine Gedanken seien bei den Opfern, Verletzten und ihren Familien.
Nach einem tödlichen Schulbusunfall Anfang vergangenen Jahres hatte Frankreich die Kontrollen insbesondere der Fahrer verschärft. «Wir versuchen, alle modernen Mittel einzusetzen, damit sich ein solcher Unfall nicht wiederholt. Ich entschuldige mich - gemeinsam mit allen, die im Transportwesen tätig sind - bei den Eltern und Angehörigen und möchte ihnen versichern, dass wir dies als Versagen empfinden», sagte der Verkehrsminister.


