Schlamm und kreatives Feiern: Rocken am Ring und im Park

Rock am Ring
© Thomas Frey/dpa

Festivals

Nürburg/Nürnberg (dpa) - Band-Dank, teils schlammiger Boden und Toiletten-Frust: Zehntausende Musikfans haben auf den Festivals Rock am Ring und Rock im Park ausgelassen gefeiert. Am Nürburgring in der Eifel war das Wetter besser als vorhergesagt. Pünktlich zum Auftakt am Freitag klarte der Himmel für ein paar Stunden auf und ließ den Schlamm an den Gummistiefeln trocknen.

Wattwanderung in der Eifel?

In den Tagen vor dem offiziellen Festivalbeginn waren die Wolken weniger gnädig mit den Fans: Anhaltender Regen weichte den Boden vieler Campingplätze in der Eifel stark auf, tiefer Schlamm gehörte beim Gang zu den Toiletten dazu. Oder wie eine Besucherin scherzte: «Wir bieten hier vor unserem Zelt eine Wattwanderung an.» In einige Zelte lief das Wasser, andere Pavillons fielen dem Wind zum Opfer.

Die Fans hielten sich mit kreativen Methoden warm: Die einen veranstalteten einen Stuhl-Weitwurf-Wettbewerb, andere verwandelten den Campingplatz mit leeren Dosen und Pavillonstangen in einen Golfplatz. Auch die Vorfreude half sicher: Es gab Highlights wie etwa Linkin Park, Limp Bizkit und Papa Roach, Electric Callboy und Volbeat.

Liebesduschen für die Fans

Beim Zwillingsfestival Rock im Park in Nürnberg bedankten sich viele Bands ausdrücklich beim Publikum. «Dankeschön für diesen wunderschönen, unfassbaren Abend», rief etwa der Rapper Marteria. Am Ende stieg er in die tanzende Menge. Auch der Rapper Finch verließ die Bühne, um sein letztes Lied quasi auf Augenhöhe mit den Fans zu singen. 

Die britische Rockband The Subways adressierte die Besucherinnen und Besucher sogar auf Deutsch: «Danke an alle», sagte Bassistin und Sängerin Charlotte Cooper. Denn ohne die vielen Fans gebe es die Bands nicht. Die Sängerin Anna Grey betonte, wie wichtig es im TikTok-Zeitalter sei, solche Live-Momente zu erleben und zu Konzerten zu gehen. «Hört nicht damit auf!», forderte sie das Publikum auf. 

Toiletten-Frust

Bei Rock am Ring in der Eifel zeigten sich viele Festivalbesucher unzufrieden mit der Anzahl der Toiletten und Duschen. In den Kommentaren unter den Instagram-Beiträgen des Event-Accounts häufte sich Kritik - und auch auf dem Festival selbst. «Auf dem Campingplatz muss man schon mal 40 Minuten für die Toiletten anstehen», sagte Besucher Fabian (24).

Die Veranstalter reagierten auf Instagram: «Hey Leute, es stehen die gleichen Toiletten- und Duschanlagen wie im letzten Jahr zur Verfügung. Dort, wo Campingflächen jetzt erweitert wurden, haben wir die Kapazitäten zusätzlich ausgebaut und an die größeren Flächen angepasst.»

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Rock am Ring
Anhaltender Regen weichte den Boden vieler Campingplätze in der Eifel stark auf.© Thomas Frey/dpa
Anhaltender Regen weichte den Boden vieler Campingplätze in der Eifel stark auf.
© Thomas Frey/dpa
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«Dankeschön für diesen wunderschönen, unfassbaren Abend», rief der Rapper Marteria.© Thomas Frey/dpa
«Dankeschön für diesen wunderschönen, unfassbaren Abend», rief der Rapper Marteria.
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