Polizei sucht vermisste 13-Jährige - Verbrechen befürchtet

Suche nach vermisstem 13-jährigen Mädchen
© Fabian Sommer/dpa

Ermittler bitten um Hinweise

Berlin (dpa) - Mit zahlreichen Polizisten wird weiter nach einer 13-jährigen vermissten Schülerin aus Berlin-Marzahn gesucht. «Es bestehen weiterhin Anhaltspunkte für ein Verbrechen», sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Michael Petzold der Deutschen Presse-Agentur.

Die Polizei ist eigenen Angaben zufolge mit mehr als 140 Einsatzkräften der Einsatzhundertschaft und der Mordkommission im Bereich Marzahn-Hellersdorf unterwegs. «Wir suchen hier alles ab», sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die Ermittler seien zum einen im direkten Wohnumfeld unterwegs, aber auch auf Wegen und Strecken, die die Schülerin in ihrer Freizeit und im Schulalltag nutze. Die Suche solle auch am Abend weitergehen. 

Viele Hinweise aus der Bevölkerung

Dem Zeugenaufruf der Polizei sind offenbar viele Menschen gefolgt. «Wir haben eine Menge Hinweise bekommen, glücklicherweise», so Nath. «Aber es hat bisher noch keinen Durchbruch gegeben.» 

Die Einsatzkräfte befragte am Samstag Anwohnerinnen und Anwohner und hängte Plakate aus. Das Wohngebiet sei sehr weiträumig, es gebe unglaublich viele Mehrfamilienhäuser sowie Grünflächen und Parks, sagte Nath. Die Suche sei daher aufwendig. Das Haus der Vermissten befindet sich in einem großen Plattenbaugebiet im Nord-Osten Berlins, in dem zahlreiche Hochhäuser stehen.

Die Polizei bittet Menschen, die etwas gesehen oder gehört haben, sich über das Hinweistelefon oder die Hinweis-Mailadresse des Landeskriminalamts bei der Polizei zu melden.

Die Berliner Polizei hatte die aufwendige Suche nach der 13-Jährigen am Freitag gestartet. Laut Polizei verließ Lisa T. ihr Wohnhaus am Dienstag gegen 7.15 Uhr, um gegen 7.30 Uhr vom Barnimplatz zu ihrer Schule in der Sella-Hasse-Straße zu fahren. Doch dort kam sie nie an.

Hubschrauber und Spürhunde

Bei der Suche am Freitag überflog ein Hubschrauber das Wohngebiet mit zahlreichen Plattenbauten und Grünflächen dazwischen. Auch Spürhunde wurden für die Suche eingesetzt.

Die Polizei hatte am Dienstag eine Mitteilung mit einem Foto zu dem Verschwinden mit dem Aufruf für Hinweise aus der Bevölkerung veröffentlicht. Lisa T. wurde als 1,60 bis 1,65 Meter groß und schlank beschrieben. Sie ist dem Foto zufolge asiatischstämmig und hat lange dunkle Haare. Bekleidet war sie demnach zuletzt mit einer schwarzen Winterjacke, einem grauen Oberteil, einer blauen Jeans, weißen Sneakern, und sie trug einen schwarzen Rucksack.

Erinnerung an Verschwinden der 15-jährigen Rebecca 

Der Fall erinnert an das Verschwinden der 15-jährigen Rebecca aus dem Stadtteil Britz im Berliner Bezirk Neukölln im Februar 2019. Bis heute wurden weder sie noch ihre Leiche gefunden. Die Polizei hatte in Brandenburg Suchtrupps mit Hunderten Beamten, Hunde, Hubschrauber, Drohnen, Bagger, Boote und Taucher eingesetzt. Handydaten sowie Hunderte von Hinweisen wurden von der Polizei ausgewertet, aber vergeblich. 

Die Polizei verdächtigt den Mann von Rebeccas Schwester, sie getötet zu haben. Der Mann bestreitet das. Seine Verteidigung äußerte sich mehrfach auf Anfragen nicht.

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Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte für ein Verbrechen.© Fabian Sommer/dpa
Laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte für ein Verbrechen.
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Die Polizisten verteilten am Samstagmorgen Flugblätter. © Fabian Sommer/dpa
Die Polizisten verteilten am Samstagmorgen Flugblätter.
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Die Polizisten wollen erneut mit Anwohnern sprechen.© Fabian Sommer/dpa
Die Polizisten wollen erneut mit Anwohnern sprechen.
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