Hauseinsturz: Was den Verdächtigen noch vorgeworfen wird

Nach dem Hauseinsturz in Görlitz
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Görlitz

Görlitz (dpa) - Gegen die nach einem Hauseinsturz in Görlitz festgenommenen Männer ermittelt die Polizei auch wegen anderer Delikte. Es handle sich dabei etwa um Raub, Diebstahl und Einbruch, sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. «Da hat sich einiges aufsummiert.»

Tatverdächtige befinden sich in U-Haft

Die beiden Männer sitzen in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, die Rohrleitungen im Gebäude beschädigt beziehungsweise manipuliert zu haben. Es wird wegen des Verdachts des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion mit Todesfolge in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung ermittelt. Zur U-Haft wäre es aufgrund der anderen Delikte auch ohne die Ereignisse um den Hauseinsturz gekommen, hieß es von der Polizei.

Bei dem Unglück in Sachsen waren am 18. Mai drei Menschen ums Leben gekommen. Nach aktuellem Erkenntnisstand waren die beiden Tatverdächtigen am Nachmittag des Tages im Umfeld des Hauses unterwegs und suchten nach «stehlenswertem Gut». Sie hatten es den Angaben zufolge unter anderem auf Fahrräder, Schrott sowie Buntmetalle abgesehen. Was nach dem Betreten des Hauses passierte, sei Gegenstand der Ermittlungen, hieß es.

Kai Siebenäuger, Pressesprecher der Görlitzer Polizei, hatte in der MDR-Sendung «Kripo live» gesagt, bei den Verdächtigen handele es sich um einen 27 Jahre alten polnischen Staatsangehörigen und einen 33-jährigen afghanischen Staatsangehörigen. Die Polizei sucht Zeugen, die die beiden Verdächtigen am 18. Mai gesehen haben.

Ermittlungen erfolgten nach Hinweis der polnischen Polizei

Am Nachmittag teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Details zu dem Fall mit. Der Mann aus Afghanistan war bereits am 21. Mai inhaftiert worden, der Pole am 29. Mai. Die beiden Beschuldigten seien ohne festen beziehungsweise gemeldeten Wohnsitz, hieß es. Ausgangspunkt der Ermittlungen sei eine Meldung der polnischen Polizei gewesen, die am 20. Mai in Görlitz einging.

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