Elektro, Schlager und 360-Grad-Bühne: Parookaville gestartet

Ministerpräsident Wüst besucht Parookaville-Festival
© Christoph Reichwein/dpa

Festival

Weeze (dpa) - Mit rund 225.000 Besuchern ist heute in Weeze am Niederrhein das größte Festival für elektronische Musik in Deutschland gestartet. Beim Parookaville-Festival stehen bis Sonntag rund 300 Künstlerinnen und Künstler an den drei Festivaltagen auf den Bühnen. Es kommen Stars der Elektro-Szene wie Armin van Buuren, Axwell, The Chainsmokers, Charlotte de Witte, Felix Jaehn, Scooter, Steve Aoki oder Timmy Trumpet.

Das Festival ist nach Angaben der Veranstalter wie in den vergangenen Jahren nahezu ausverkauft. Am Eröffnungstag hat sich auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) auf dem Gelände umgeschaut.

Ein Highlight soll in diesem Jahr eine neue 360-Grad-Bühne mit einem riesigen Videowürfel in der Mitte des Publikums werden. Neben Elektro-Klängen gibt es beim Parookaville traditionell auch ganz andere Musik: Am Freitagabend steht Chanson- und Schlagersängerin Vicky Leandros auf der Bühne und singt ihre Hits wie «Ich liebe das Leben» und «Après Toi». Am Sonntag singt Partyschlagersänger DJ Ötzi («Anton aus Tirol») für die Elektro-Fans. Auch Acts wie Grossstadtgeflüster, Loona, Ritter Lean oder Kasalla sollen für musikalische Kontraste sorgen.

Ganz abseits der Musik sind zwei Shows mit Licht, Laser, Pyrotechnik, Feuerwerk und leuchtenden Drohnen geplant.

Eine Stadt mit Freibad, Gefängnis und Kirche

Auf die Besucherinnen und Besucher wartet auf dem Festivalgelände zusätzlich zu den Auftritten der Musiker ein buntes Programm. In einem 700 Quadratmeter großen Pool können sich die Festivalgäste abkühlen, im «Jail» ein Tattoo oder Piercing stechen lassen. In einem idyllischen Stadtwald geht es deutlich ruhiger zu als vor den Bühnen.

Traditionell wird beim «Parookaville» auch geheiratet - und zwar ohne Beschränkungen. «Heirate, wen oder was dich glücklich macht!», lautet das Motto in der Kirche.

Die Stadt eines fiktiven Gründervaters

Das Parookaville fand im Sommer 2015 zum ersten Mal statt. Das Festival ist wie eine Stadt konzipiert. Es gibt auch ein Rathaus, in dem die Besucher ihren Parookaville-Pass bekommen, und ein Postamt, von dem jedes Jahr Tausende Postkarten versendet werden. Benannt ist das Festival nach dem fiktiven Gründervater Bill Parooka.

Zur Premiere 2015 waren 40.000 Menschen auf das alte Militärgelände am Flugplatz Weeze gekommen. Danach ging die Zahl der Festivalbesucher steil nach oben. Seit der Corona-Pandemie ist das Gelände für 225.000 Menschen ausgelegt - und war bislang immer ausverkauft.

© dpa-infocom, dpa:260717-930-397598/2
Ministerpräsident Wüst besucht Parookaville-Festival
Hendrik Wüst steht beim Rundgang mit Besuchern und Parookaville-Chef Bernd Dicks vor der Statue des fiktiven Parookaville-Gründers Bill Parooka.© Christoph Reichwein/dpa
Hendrik Wüst steht beim Rundgang mit Besuchern und Parookaville-Chef Bernd Dicks vor der Statue des fiktiven Parookaville-Gründers Bill Parooka.
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Parookaville-Festival
Rund 225.000 Menschen passen auf das Parookaville-Gelände - zuletzt war das Festival immer ausverkauft. (Archivbild)© Christoph Reichwein/dpa
Rund 225.000 Menschen passen auf das Parookaville-Gelände - zuletzt war das Festival immer ausverkauft. (Archivbild)
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Parookaville-Festival
Die Figur des imaginären Gründervaters der Stadt Parookaville, Bill Parooka. (Archivbild)© Christoph Reichwein/dpa
Die Figur des imaginären Gründervaters der Stadt Parookaville, Bill Parooka. (Archivbild)
© Christoph Reichwein/dpa
Ministerpräsident Wüst besucht Parookaville-Festival
Selfie hier, Selfie da: Hendrik Wüst gab sich zur Eröffnung des Parookaville-Festivals bei einem Rundgang bürgernah. © Christoph Reichwein/dpa
Selfie hier, Selfie da: Hendrik Wüst gab sich zur Eröffnung des Parookaville-Festivals bei einem Rundgang bürgernah.
© Christoph Reichwein/dpa

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